in: Kreisnachrichten Trier-Saarburg Ausgabe 40/2017, 06. Oktober 2017

Arbeitskreis feierte Jubiläum/ Freie und öffentliche Träger haben sich zusammengeschlossen

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Gewalt in allen ihren Formen vorbeugend begegnen. Das hat sich der Arbeitskreis (AK) Gewaltprävention auf die Fahnen geschrieben – und das seit zwei Jahrzehnten. Das Gremium aus freien und öffentlichen Trägern des Landeskreises und der Stadt Trier feierte jetzt sein 20-jähriges Bestehen.

Bürgermeisterin Angelika Birk würdigte das Gremium bei einem Festakt im Haus Fetzenreich in Trier als „lokale Friedensinitiative“, welche immer wieder neue Themen aufgreife und sich der unterschiedlichen Ausprägungen von Gewalt annehme. Gemeinsam mit Joachim Christmann, Geschäftsbereichsleiter für Jugend und Soziales im Kreis Trier-Saarburg, stellte er eine erhöhte Förderung für den AK, der über keine eigenen Mittel verfügt, in Aussicht. Christmann hob die Kontinuität aber auch die neuen Impulse, die der AK in den vergangenen Jahren immer wieder gesetzt habe, hervor. „Wir sind froh, dass wir in haben“, sagte er.

 

Irene Stangl, die von Anfang an mit dabei ist, erläuterte den über 40 anwesenden Vertretern der Mitgliederorganisationen die Anfänge. Die Geburt des AK Gewaltprävention sei im Sommer 1997 gewesen, als man im Treffpunkt am Weidengraben zusammenkam. Dort sei die Idee entstanden, den bereits bestehenden Arbeitskreis „Gegen Gewalt im Spiel“ zu erweitern und so entwickelte sich der heutige AK. Der Schwerpunkt liegt im Bereich der Prävention. Herzstück des AK sind die Projektwochen zur Gewaltprävention, die erstmals 1998 stattfanden. Die Veranstaltungsreihe bietet eine breite Palette an unterschiedlichen Angeboten, von Theater und Kinoaufführungen, Sportprojekten und Workshops bis hin zu Fortbildungen für Eltern und pädagogische Fachkräfte. Den sogenannten „Fachimpuls“ gibt es seit 2010. Themen waren unter anderem „Cyber-Mobbing“, Psycho-Drama in der pädagogischen Arbeit“ und in diesem Jahr „Stärke statt(Ohn-) Macht – neue Autorität, Präsenz und Achtsamkeit in Schule und Jugendhilfe“. Das Angebot der Gewaltpräventionswochen ist in Rheinland-Pfalz einzigartig, weshalb der AK bereits zweimal den Landespräventionspreis gewonnen hat. Der AK umfasst derzeit 17 Mitglieder: Arbeitsgemeinschaft Frieden, Bundespolizeiinspektion Trier, Europäische Sportakademie, Fachstelle Gewaltprävention des Jugendnetzwerks Konz, Fachstelle für Kinder- und Jugendpastoral, Frauenhaus, Kinder- und Jugendhilfe der Johanniter, Exhaus, Mergener Hof, Katholische Familienbildungsstätte, Fachstelle Jugendschutz der Kreisverwaltung Trier-Saarburg, Jugendschutzbeauftragte der Stadt, Palais e.V., Polizei Trier, Pro familia, Sozialraumzentrum Hermeskeil und Treffpunkt am Weidengraben

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