Kreis-Nachrichten Amtsblatt VG Ruwer, 21.08.2020

Gewalt kann sich in vielen verschiedenen Lebenssituationen äußern. Diese Facetten zu zeigen sowie in das Bewusstsein der Menschen zu rücken und dabei den gewaltfreien Umgang untereinander zu fördern, ist Ziel des Arbeitskreises Gewaltprävention der Stadt Trier und des Landkreises Trier-Saarburg. Dafür organisiert das Gremium von freien und öffentlichen Trägern zahlreiche Informationsveranstaltungen, Filmabende oder Fortbildungen. Die jährliche Veranstaltungsreihe „Gewaltpräventionswochen“, die vielfältige Aktionen für alle Altersstufen bietet, findet in diesem Jahr vom 7. bis 18. September an verschiedenen Standorten in der Region Trier statt. Das Programm reicht von Theateraufführungen für Kinder und Jugendliche, über Vorträge und Lesungen bis zu Fortbildungen für Fachpersonal. Zentrale Leitfragen bei der Auswahl der Veranstaltungen sind: Welche Möglichkeiten und Mittel gibt es schon oder müssen neu erprobt werden, damit Gewalt in unserer Gesellschaft minimiert werden? Welche positiven Alternativen gibt es zur Gewalt? Dies spiegelt sich auch in den ausgewählten Themen wider. Gewaltfreie Kommunikation, „Spiel, Spaß und Gewalt in Videospielen“ oder „Den Ge-fühlen auf der Spur“ – die Gewaltpräventionswochen bieten ein breites Themenspektrum.

Die Abschlussveranstaltung am 18. September ist ein Fachtag zum Thema „Gaming“ und richtet sich an die Bereiche Schulsozialarbeit und Jugendarbeit sowie an Lehrkräfte. Der Fachtag soll der Faszination von Videospielen auf den Grund gehen. Dafür werden in drei Workshops zu den Themen „Spiele Ausprobieren“, „Spiele selbst gestalten“ und „Gewalt in Videospielen“ praxisnah der Umgang mit Videospielen in der Kinder- und Jugendarbeit vermittelt.

Wegen der Corona-Pandemie mussten die Veranstaltungen in diesem Jahr angepasst werden. Zum einem mussten die ursprünglich geplanten Gewaltpräventionswochen im Mai und Juni auf den September verlegt werden. Außerdem können in diesem Jahr nur Veranstaltungen angeboten werden, bei denen das Abstandsgebot gewahrt werden kann. So entfallen beispielsweise Selbstverteidigungskurse.

Das komplette Programm findet sich online auf der Internetseite des Arbeitskreises unter www.gewaltpraevention-trier.de/gewaltpraeventionswochen Landrat Günther Schartz lobt das En-gagement des Arbeitskreises: „Durch die Gewaltpräventionswochen wird das Thema Gewalt in das Bewusstsein der Menschen gerückt und es werden ihnen Alternativen für ein gewaltfreies Mitei-nander aufgezeigt. Ich freue mich, dass diese jährliche Veranstaltung – wenn auch in veränderter Form – trotz Corona stattfinden kann“. Ingrid Sauer, Koordinatorin des Arbeitskreises, ergänzt: „Durch Corona sind viele gesellschaftliche Themen in den Hintergrund gerückt. Wir haben lange überlegt, ob wir die Gewaltpräventionswochen in der derzeitigen Situation durchführen sollten. Fakt ist aber: Gewalt ist durch die Pandemie nicht aus der Gesellschaft verschwunden. Wir können es uns schlichtweg nicht leisten, dieses Thema zu ignorieren. Daher hoffen wir – unter Beachtung der Hygiene- und Abstandsregeln - auf viele Teilneh-merinnen und Teilnehmer.“ Interessierte können sich auf der In-ternetseite des Arbeitskreises Gewalt-prävention oder direkt per Email an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! informieren.