eigene Mitteilungen, 27. September 2020

Der Arbeitskreis Gewaltprävention hatte für Mai und Juni 2020 sein alljährliches umfangreiches Programm zur Gewaltprävention geplant, welches dann leider aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattfinden konnte. Aber auch in Zeiten von Corona hört die Gewalt nicht auf! Deshalb entschloss sich der Arbeitskreis, eine komprimierte Fassung der Gewaltpräventionswochen vom 07.- 18. September 2020 auf die Beine zu stellen. 

Es gab Kinoveranstaltungen für Schulklassen und für die offene Jugendarbeit in Trier, Saarburg und Hermeskeil. Im Film „Who am I“, ging es um jugendliche Hacker und um die Gefahren und die Gewalt, die hieraus erwachsen kann. Für Kinder wurde der Animationsfilm „Ein Leben als Zucchini“ gezeigt, mit den Themen „Anders sein und Ausgrenzung, Mobbing und Tod“. Für Erwachsene wurde im Broadway Trier der Film „Systemsprenger“ gezeigt und hinterließ bei den Besucher*innen große Betroffenheit. 

Neue Aufführungsorte fanden sich für die Klassenzimmer-Theateraufführungen „Terezín – Eine Geschichte von Fussball und Tod“in den Jugendhilfeeinrichtungen St. Josef in Taben-Rodt, im Haus auf dem Wehrborn in Aach, in der St. Maximinschule und im Fanprojekt Trier. Die Veranstaltungen stießen auf große Resonanz bei den Jugendlichen und den begleitenden Erwachsenen und machten deutlich, dass die Auseinandersetzung mit unserer Geschichte bis in die heutige Zeit wichtig ist.

Alle Fortbildungen und der Fachtag in den Gewaltpräventionswochen waren maximal ausgebucht. Hier zeigte sich auch der Bedarf an „präsent“ vermittelten pädagogischen Bildungsinhalten nach einer so langen Durststrecke von Videokonferenzen und Online-Fortbildungen. Das Kick for Colours Turnier von Exhaus und Schmit-z, zu dem sich bereits 6 Gruppen angemeldet hatten, musste aufgrund der Corona-Auflagen leider wieder abgesagt werdenDen Abschluss der Gewaltpräventionswochen bildete der Fachtag „Faszination Gaming – Spiel, Spaß und Gewalt in Videospielen“. Zahlreiche Lehrer/innen, Schulsozialarbeiter/innen, Psychologen und pädagogische Fachkräfte aus der Kinder- und Jugend

arbeit lauschten und diskutierten die Vorträge von Philipp Molter, medien rlp, und der Trierer Professorin Linda Breitlauch für Game Design, die die Faszination der PC Spiele und auch ihre positiven Effekte und Möglichkeiten aufzeigte, z.B. auch im therapeutischen oder wissensvermittelnden Kontext. In den Workshops wurden dann Spiele selbst entwickelt und viele der Erwachsenen probierten sich zum ersten Mal am bei Jugendlichen beliebten Computerspiel Fortnite und einem Ego Shooter Spiel.  Der Ak Gewaltprävention dankt allen Kooperationspartnern und Finanzgebern sowie den Teilnehmenden, die sich gut auf die Schutz- und Hygienekonzepte einließen. Ohne dieses Engagement und diese Bereitschaft hätten die Gewaltpräventionswochen nicht stattfinden können! Die nächsten Gewaltpräventionswochen sind geplant vom 07. Juni bis 16. Juli 2021. Nähere Infos unter www.gewaltpraevention-trier.de